Lipocura München | Dr. von Lukowicz in einer Liposuktion-Vorbesprechung mit Patientin

Liposuktion bei Lipödem

Kon­ser­va­tive Behand­lun­gen wie eine Ent­stau­ungs- oder Bewe­gungs­the­ra­pie brin­gen meist nur eine tem­po­räre Lin­de­rung der Sym­ptome. Nach­hal­ti­gen Erfolg kann eine Fettabsaugung bei Lipö­dem erzie­len, die zudem von der Gesell­schaft für Phle­bo­lo­gie emp­foh­len wird. Bei die­sem Ein­griff kön­nen die vie­len Fett­zel­len scho­nend, sanft und vor allem nach­hal­tig abge­saugt wer­den. Viele Betrof­fene erfah­ren durch die Liposuktion ein ganz neues und selbst­be­wuss­tes Kör­per­ge­fühl, tra­gen kurze Röcke und genie­ßen den Som­mer im Frei­bad.

Informationen zur Lipödem-Operation (Liposuktion)

OP-Dauer 2-3 Stunden
Anästhesie Vollnarkose
Klinikaufenthalt 1 Übernachtung
Fadenentfernung wir verwenden keine Fäden
Nachbehandlung 6 Wochen Tag und Nacht Kompressionsmieder
Gesellschaftsfähig nach einer Woche
Sport ab der 3. Woche
Risiken Schwellung, Bluterguss, kleine Narben

Da die Liposuktion bei einem Lipödem im Regelfall nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird, lohnt es sich alternative Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen.

Wirkungsweise der Liposuktion bei Lipödempatientinnen

Durch eine scho­nende Fein­na­del­ab­sau­gung wird das Fett­ge­webe stark redu­ziert. Je nach Fett­ver­tei­lung kön­nen in Voll­nar­kose bis zu acht Liter Fett in einer Ope­ra­tion abge­saugt wer­den.

Dadurch kann im betrof­fe­nen Bin­de­ge­webe weni­ger Was­ser gespei­chert wer­den und der Gewe­be­druck nimmt ins­ge­samt stark ab. Dies lässt wie­derum einen bes­se­ren Ab­trans­port der Lymph­flüs­sig­keit zu und die Emp­find­lich­keit der kleins­ten Blut­ge­fäße verringert sich. Meist ist der Druckschmerz schon nach Abklin­gen der Operationss­schmer­zen weniger ausgeprägt. Auch auf ästhe­ti­scher Ebene kön­nen mit einer Lipo­suk­tion schöne Ergeb­nisse erzielt wer­den. So lässt sich die Form der Hüften und Beine durch vor­sich­tige und gleich­mä­ßige Fettabsau­gung stark ver­bes­sern. Längst ver­ges­sene Stie­fel und Hosen­grö­ßen können Sie endlich wie­der tra­gen. Über­schüs­sige Haut kann mit­tels Sur­gi­cal Need­ling oder einer Laser­the­ra­pie gestrafft oder durch eine ope­ra­tive Bein­straf­fung ent­fernt wer­den.

Ablauf der Liposuktion

Die Fett­ab­sau­gung bei Lipödem wird von uns in Tumes­zenz­tech­nik und mit der PAL-Methode (power assisted liposuction oder Vibrationsliposuktion) durch­ge­führt. Bevor die Lipo­suk­tion durch­ge­führt wer­den kann, muss sich die Tumes­zenz­lö­sung in den Fett­zel­len anrei­chern, sodass diese im Anschluss mit­hilfe einer stump­fen Vibra­ti­ons­ka­nüle, die mit einer schnell vibrierenden Spitze ausgestattet ist, leich­ter abge­saugt wer­den kön­nen. Die Vibration bewirkt eine Auflockerung des Gewebes und ein Aufbrechen der abzusaugenden Fettzellen. Diese Methode ist äußerst schonend zu den Lymphgefäßen und Venen. Im Vergleich zur WAL-Methode kann man deutlich mehr Fettzellen absaugen und bekommt ein besseres und gleichmäßigeres Ergebnis.

Zunächst werden die Bereiche, die abgesaugt werden sollen, genau auf der Haut eingezeichnet. Sobald die Narkose wirkt, setzen wir kleinste Schnitte (0,5 bis 1 cm), die wir so platzieren, dass sie möglichst unauffällig sind. Dann führen wir die Kanüle ein und injizieren die Tumeszenzlösung. Die gelösten Fettzellen werden nun abgesaugt. Im Anschluss wird Ihnen eine Kompressionshose angezogen, um Ödeme zu verhindern.

In einer Liposuktion unter Voll­nar­kose kann sehr viel mehr Fett ent­fernt wer­den, als unter ört­li­cher Betäu­bung. Dies gilt beson­ders für Ein­griffe, bei denen die Beine kom­plett behan­delt wer­den sol­len und nicht bei­spiels­weise in einer Sit­zung die Ober­schen­kel­au­ßen­seite und in einer wei­te­ren der Knie­be­reich. Hinzu kommt, dass beim Lipö­dem meist große Men­gen Fett ent­fernt wer­den, was sich im Rah­men einer Voll­nar­kose leich­ter gestal­tet. Außer­dem kann auf das ört­li­che Betäu­bungs­mit­tel ver­zich­tet wer­den, wel­ches in gro­ßen Men­gen schäd­lich wäre. Durch genaue vor­he­rige Anzeich­nung kann eine sehr prä­zise und ästhe­ti­sch anspre­chende Kor­rek­tur erreicht wer­den.

Erscheinungsbild nach der OP

Dadurch, dass die erkrank­ten Fett­zell­kon­glu­merate zer­stört und ent­fernt wer­den, glät­tet sich die Haut in aller Regel sicht­bar. Mit dem spe­zi­el­len Ver­fah­ren der Fein­na­del­ab­sau­gung mit stump­fen Kanü­len in Tumes­zenz­tech­nik wer­den die Lymph­ge­fäße geschont. Durch die sehr fei­nen Ein­sti­che blei­ben in der Regel nur kleine, unauf­fäl­lige Nar­ben zurück und oft zieht sich ein Über­schuss an Haut nach der Behand­lung ohne wei­te­res zurück.

Sollte es den­noch nötig sein, die Haut nach der Lipo­suk­tion etwas zu straf­fen, kann dies mit­hilfe des Sur­gi­cal Need­lings oder einer spe­zi­el­len Laser­be­hand­lung gesche­hen.