Lipocura München | Physiotherapeutin Melanie Lorenz

Symptome

Ein Lipödem erkennt man vor allem an einem vermehrten Unterhautfettgewebe, das sich meist zunächst an Hüften und am Gesäß (Reiterhosen) verteilt und mit fortschreitender Erkrankung im weiteren Verlauf schließlich die Extremitäten (Beine und Arme) betrifft. Die Fettverteilung an Beinen und Armen kann individuell sehr unterschiedlich sein. Manche Patientinnen leiden unter der Fettvermehrung eher im Bereich der Ober- oder Unterschenkel (bzw. Ober- oder Unterarme), bei anderen ist das gesamte Bein oder der ganze Arm betroffen. Verteilt sich das Fett gleichmäßig auf das gesamte Bein, spricht man auch vom sogenannten Säulenbein. Neben der Ästhe­tik spielt aber auch die kör­per­li­che Belas­tung eine Rolle. Wie stark die Beschwerden bei einem Lipödem sind, ist individuell verschieden. Wird die Erkrankung nicht behandelt, kann sich über die Jahre zusätzlich ein Lymphödem entwickeln.

Körperstellen, an denen ein Lipödem vorkommen kann sortiert nach absteigender Wahrscheinlichkeit:

  1. Beine (Schenkel, Waden, Knie)
  2. Arme
  3. Über dem Gesäß bzw. am Gesäß
  4. Bauch
  5. Kinn
  6. Brust
  7. Nacken

Spannungsgefühl, Druckempfindlichkeit und Druckschmerzen

Oft tritt ein star­kes Span­nungs­ge­fühl auf und die Berüh­rungs­emp­find­lich­keit steigt immer wei­ter an – nicht zu spre­chen von der Bewe­gungs­ein­schrän­kung, die mit stark geschwol­le­nen Bei­nen ein­her­geht. Der Druckschmerz entsteht durch die Wasseransammlungen in den Fettzellen. Durch den Volumenzuwachs wird Druck auf das umliegende Gewebe ausgeübt und Spannung entsteht. Folglich reagiert die Haut schmerzhaft auf Berührung und Druck. Je weiter das Lipödem fortschreitet, desto stärker können die Beschwerden werden. Beine, Arme oder Hüften können dann auch ohne Druck schmerzen und der Umfang nimmt zu.

Blaue Flecken (Hämatome)

Die Haut von Lipödem Patientinnen neigt dazu, sehr leicht blaue Flecke zu bilden. Ursächlich hierfür ist die gestörte Kapillarpermeabilität der Blutgefäße. Dadurch werden sowohl Flüssigkeiten leichter durch die Gefäßwand in das umliegende Gewebe gedrückt, als auch rote Blutkörperchen. Somit führen schon leichte Stöße zu blauen Flecken.

Psychische Belastung

Auch der psy­chi­sche Aspekt sollte nicht außer Acht gelas­sen wer­den. Denn in den meis­ten Fäl­len erken­nen Mit­men­schen nicht, dass die Betrof­fene an einem Lipö­dem lei­det und die Fett­pols­ter nicht auf­grund von Über­ge­wicht und man­geln­der Dis­zi­plin ent­stan­den sind.

Weitere Symptome

  • Schmerzen
  • Kältegefühl in Armen und Beinen
  • Schweregefühl der Beine und Arme

Nicht alle Lipödem-Anzeichen treten gleichzeitig oder gleich stark ausgeprägt auf. Gerade im ersten Stadium, wenn das Lipödem meist nur Reiterhosen und selten starke Schmerzen verursacht, ist eine Diagnose besonders schwierig. Das Lipödem wird oft erst erkannt, wenn sich die Krankheit weiter ausbreitet und die Beschwerden schlimmer werden. Als Spezialisten in Sachen Lipödem haben wir viel Erfahrung mit dem Krankheitsbild und können auch in einem frühen Stadium feststellen, ob Sie darunter leiden. Die Haut, die von einem Lipödem betroffen ist, fühlt sich weich an. Oft kann man unter der Haut feinste Blutgefäße erkennen


Die Beschwerden bei Lipödem wie Schmerzen oder Schweregefühl verschlimmern sich in bestimmten Situationen:

  • Warmes Wetter
  • Sauna
  • Langes Stehen
  • Langes Sitzen
  • Abends

Gut zu wissen: Sauna und Dampfbad sind grundsätzlich bei Lipödem und Lipolymphödem Patienten nicht zu empfehlen, da durch die Hitze vermehrt Lymphflüssigkeit gebildet wird und die Lymphgefäße gleichzeitig verlangsamt arbeiten.

Wie stark die Beschwerden bei einem Lipödem sind, ist individuell verschieden. Wird die Erkrankung nicht behandelt, kann sich über die Jahre zusätzlich ein Lymphödem entwickeln. Das bedeutet, dass Lymphflüssigkeit nicht aus dem Gewebe abfließen kann, wodurch die Schwellungen noch weiter zunehmen.

Ein Lipödem ist, egal in welchem Stadium, stets eine große Belastung. Das veränderte Aussehen sowie die Schmerzen führen zu einem hohen Leidensdruck, der die Lebensqualität stark beeinträchtigt. Doch mit der richtigen Therapie sowie nützlichen Tipps und Tricks, können wir Ihnen gezielt helfen und Sie auf Ihrem Weg begleiten.