Folgekostenversicherung bei Komplikationen

Wir weisen daraufhin, dass gemäß §52 Absatz 2 Sozialgesetzbuch (SGB) V die Krankenkasse, wenn sich die Versicherte eine Krankheit/Komplikation durch eine medizinisch nicht indizierte Maßnahme, wie z.B. eine ästhetische Operation, eine Tätowierung oder ein Piercing zugezogen hat, die Versicherte in angemessener Höhe an den Kosten zu beteiligen und das Krankengeld für die Dauer dieser Behandlung ganz oder teilweise zu versagen oder zurückzufordern hat.

Dies hat zur Folge, dass Sie als Versicherte die Kosten einer notwendig werdenden Folgebehandlung aufgrund eines medizinisch nicht indizierten Eingriffs teilweise selber tragen müssen und kein Anspruch auf Krankengeld besteht.

Damit Ihnen hieraus keine finanziellen Nachteile entstehen, empfehlen wir eine entsprechende Folgekostenversicherung. Soweit die gesetzliche oder private Krankenkasse diese Kosten gemäß §52 Absatz 2 (SGB) V nicht übernimmt, können sie von der Folgekostenversicherung getragen werden.

Die operative Behandlung des Lipödems durch Liposuktion ist leider bis heute eine Grauzone. Die medizinische Indikation zur operativen Behandlung nach Versagen der konservativen Therapie besteht aus unserer Sicht. Allerdings ist unklar, ob die Krankenkassen dies anerkennen und dementsprechend bei möglichen Komplikationen die Kosten übernehmen. Sie sollten sich unbedingt im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse erkundigen und am besten schriftlich bescheinigen lassen, dass die Krankenkasse bei auftretenden Komplikationen die Kosten übernimmt. Sollte dies unklar sein, dann empfehlen wir eine Folgekostenversicherung zur Ihrer Sicherheit.