Chirurgische Hautstraffung nach Liposuktion

Wann muss eine chirurgische Hautstraffung durchgeführt werden?

Durch die Laserbehandlung direkt im Anschluß an die Liposuktion kann eine chirurgische Hautstraffung auch bei schlechter Hautqualität in den meisten Fällen vermieden werden. Es kommt jedoch bei sehr ausgeprägten Befunden vor, dass nach der Liposuktion ein erheblicher Hautüberschuss verbleibt und eine chirurgische Hautstraffung erforderlich wird. Die Faltenbildung der überschüssigen Haut kann neben der ästhetischen Beeinträchtigung, insbesondere an den Oberschenkelinnenseiten, auch zu Hautirritationen und entzündlichen Hautveränderungen führen. Ob ein operationsbedürftiger Hautüberschuss auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren wie der Hautbeschaffenheit, dem Umfang der Liposuktion, dem Alter der Patientin und genetischen Einflüssen ab. In der Regel wird nach der Liposuktion der Heilungsverlauf über mehrere Monate abgewartet und bei nicht ausreichender Schrumpfung der Haut die Indikation zur chirurgischen Hautstraffung gestellt.

Wie wird die chirurgische Hautstraffung durchgeführt?

Frühestens ein halbes Jahr nach der Liposuktion sollte bei bestehendem Hautüberschuss die Straffungsoperation erfolgen. Zur Schonung der Lymphbahnen wird die chirurgische Hautstraffung mit einer Ausdünnung des Gewebes kombiniert. Vor der Operation in Vollnarkose wird das Ausmaß der überschüssigen Haut bestimmt und das zu entfernende Hautareal an den Innenseiten der Oberarme, der Oberschenkel oder des Bauchs angezeichnet. Hierbei ist darauf zu achten, einerseits ausreichend Haut für einen effektiven Straffungserfolg zu entfernen, andererseits jedoch eine zu große Spannung der Narbe zu vermeiden. Die Schnittführung wird in einen möglichst unauffälligen Bereich gelegt und es wird so narbensparend wie vom Befund her möglich vorgegangen.

Als erster Schritt der Operation erfolgt an der Innenseite der Oberarme, der Oberschenkel oder des Bauchs eine nahezu vollständige Absaugung des Fettgewebes unter der Haut im angezeichneten Exzisionsbereich. Anschließend wird die verbliebene überschüssige Haut entfernt. Durch dieses Vorgehen werden Lymphbahnen und auch kleinere Blutgefäße weitgehend erhalten. Die Wunde wird mit selbstauflösenden Fäden verschlossen, die nicht entfernt werden müssen, und mit einem Spezialpflaster abgedeckt. Am Ende der OP wird die Kompressionskleidung angelegt, die zur Unterstützung von Wundheilung und Straffungsergebnis sechs Wochen, Tag und Nacht, getragen werden soll. Körperliche Belastung und Sport sollten ebenfalls für sechs Wochen vermieden werden.

Lipödem: FAQs

Für Patientinnen stellen sich beim Lipödem viele Fragen. Wie läuft die Operation ab? Kann eine konservative Therapie die Liposuktion ersetzen? Wann bin ich nach dem Eingriff wieder fit? Wer übernimmt die Kosten? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir in unseren FAQs.