Unser Team – Aktuelles

Liebe Patientinnen,

seit Januar bereichert Herr Dr. Wagner das Lipocura-Team.

Hier stellt er sich kurz persönlich vor:

Erzählen Sie uns bitte etwas über Ihre chirurgische Laufbahn und was Sie für sich daraus gewonnen haben?

Zunächst habe ich mir eine Basis in der Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie verschafft und dann die Weiterbildung zum  Plastischen und Ästhetischen Chirurgen absolviert. Zusätzliche Erfahrungen habe ich in der Gefäßchirurgie und Phlebologie gesammelt. Durch diese breitaufgestellte Ausbildung habe ich verschiedene chirurgische Bereiche kennengelernt und mir ist klargeworden, wie wichtig Spezialisierung und eine hohe Operationsfrequenz für die Ergebnisqualität sind.

Wie können Sie diese Erfahrungen bei Lipocura einbringen?

Durch meine Erfahrungen sowohl in der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie als auch in der  Gefäßmedizin und Phlebologie habe ich einen Zugang zum Krankheitsbild Lipödem aus verschiedenen Blickwinkeln.

 

Was muss Ihrer Meinung nach passieren, dass die Patientinnen die Anerkennung und Therapiemöglichkeiten bekommen, die sie verdienen?

Das Krankheitsbild Lipödem und der damit verbundene Leidensdruck hat immer noch nicht den angemessenen Bekanntheitsgrad erlangt. Hier ist sowohl in der Öffentlichkeit als auch der ärztlichen Fortbildung noch viel zu tun.

An welchen Stellen kann das Lipödem Ihrer Meinung nach auftreten?

Als charakteristische Lokalisation werden Beine und Arme unter Aussparung der Füße und der Hände genannt. Nach der langjährigen Erfahrung von Lipocura kann jedoch das Lipödem mit entsprechenden Beschwerden auch an anderen Arealen auftreten, z. B. an den Flanken und dem Bauch. Hier sollten weitere wissenschaftliche Untersuchungen erfolgen.

Viele Frauen müssen bei Ärzten darum kämpfen, dass andere Areale als die Extremitäten vom Lipödem betroffen sein können, obwohl sie dort auch die typischen Symptome spüren. Was raten Sie den betroffenen Frauen?

Die klinische Symptomatik ist wegweisend. Durch die Möglichkeiten des Austauschs in sozialen Netzwerken und durch Selbsthilfegruppen ist es zum Glück für die betroffenen Frauen heute etwas besser möglich, den geeigneten ärztlichen Ansprechpartner zu finden.

 

Wie können Ihre Patientinnen mithelfen, das Operationsergebnis positiv zu beeinflussen oder im Vorfeld sich bestmöglich auf die Op vorzubereiten?

Eine spezielle Vorbereitung ist in der Regel nicht erforderlich. Der Venenstatus sollte vor der Operation abgeklärt werden. Bei ausgeprägter Schwellneigung kann einer manuelle Lymphdrainage im Vorfeld hilfreich sein. Wichtig ist das Absetzen blutverdünnender Medikament 2 Wochen vor der Operation. Die Patientinnen können sich mental positiv auf die Op einstellen, indem sie sich auf die Zeit nach der Operation freuen. Wenn sie nämlich nach einigen Wochen zunehmend die positiven Wirkungen der Operation merken und sich das neue Lebensgefühl einstellt.

 

Was raten Sie einer Patientin, die frisch diagnostiziert wurde?

Trotz der auf den ersten Blick unerfreulichen Diagnose versuchen, das Positive zu sehen: Die Ungewissheit hat ein Ende und eine Behandlung ist möglich!

Wie entspannen Sie am besten? Was ist Ihnen besonders wichtig?

Entspannen kann ich bei einem guten Essen und gern auch einem Glas Wein, und ich lese gern. Wichtig ist mir auch ein körperlicher Ausgleich durch Sport, mit Kampfsport habe ich die besten Erfahrungen gemacht.
Zur zweiten Frage: Meine Familie. Und natürlich liegt mir die optimale Betreuung meiner Patientinnen am Herzen.

Letzte Frage: Was können Sie als Vater jungen Frauen mit auf den Weg geben, welche sich mit Ihren körperlichen Veränderungen in der Pubertät im Zusammenhang mit Lipödem auseinander setzen müssen?

Die Pubertät ist ja an sich schon keine leichte Zeit. Wenn dann noch eine solche Krankheit dazu kommt, brauchen die jungen Frauen Hilfe und Verständnis. Sowohl von Eltern, Geschwister und Freunden als auch von Ärztinnen und Ärzten, die sich mit dem Lipödem auskennen. Die Krankheit zu akzeptieren, ist leider notwendig. Es besteht aber die Möglichkeit der Behandlung, hierfür gibt es zum Glück Spezialisten.